Kurs 60 Exkursion auf der Fuchsfarm

Am 07. Mai 2017  war es wieder so weit, dass der Unterkurs fünf Tage in Albstadt-Onstmettingen auf der Fuchsfarm verbringen durfte. Begleitet wurde er von Frau Andrea Kölle, wie seit nun 25 Jahren, und der Kollegin Frau Petra Müller. Frisch gerichtet und pünktlich wie eh und je stand der komplette Kurs 60 am Sonntagabend im strömenden Regen auf der Matte. Nach schneller Einweisung in die Räumlichkeiten, ging es für die erste Kochgruppe auch direkt in die Küche. Es gab einen hoch gelobten Curryreis mit Pute und Gemüse, sodass die Messlatte für die kommenden Kochgruppen hoch angesetzt wurde. Aber auch die folgenden Abende waren das Gulasch, die Linsen mit Spätzle und das das Chili con Carne kleine kulinarische Highlights. Der Morgen startete mit frischen Brötchen und selbstgemachtem Müsli, was die nötige Energie und gute Laune spendete.  

Die Tage waren gefüllt mit vielfältigem Programm. Highlights wie der Capoeira Kurs, die Meditationseinheit und die Quizshow am Mittwochabend wurden selbstständig von Mitschülern organisiert. Nicht nur die Capoeiraeinheit brachte den Kurs ziemlich ins Schwitzen, sondern auch die Albtraufwanderung mit Blick auf das Schloss Hohenzollern. Hoch hinaus ging es dann im Kletterpark Waldheim, anschließend tauchten wir ab in die Tiefen des "Badkaps" in Albstadt. 

Obwohl der Spaß stets an erster Stelle stand, leiteten Frau Kölle und Frau Müller die Klasse pädagogisch an, um sie im Bezug auf die kommende Praktikumszeit, auf Teamfähigkeit, kritisches Denken und ihre intra- sowie interpersonellen Kompetenzen vorzubereiten. Typischerweise wurde am letzten Tag eine kleine Abschiedsfeier organisiert mit Kaffee, Kuchen, Tanz, Showeinlage und einem herzerwärmenden FuFa-Song. Der letzte Abend wurde am Lagerfeuer verbracht mit einem Auge lachend, dem anderen weinend über die schöne Zeit, gemeinsam.      

"Gemeinsam" war das Stichwort, denn die Schüler traten am Anfang der Woche als Klasse zusammen und reisten als Freunde ab.

 

 

Slowakei Exkursion 2016

Slowakei- Exkursion 2016 des Kurses 58 der PT- Akademie Tübingen

Im Zeitraum zwischen 29. Mai und 05. Juni 2016 traten 12 Schüler des Kurses 58 der PT- Akademie Tübingen die alljährliche Slowakei - Exkursion mit dem Schulleiter Herrn Belzl an.  Mit der Exkursion fand ein seit Jahren bestehender Austausch mit den Studenten des Studiengangs Physiotherapie der Universität Bratislava, Standort Banská Bystrica, Slowakische Republik, seine Fortsetzung. Banska Bystrica, im Zentrum der Slowakei gelegen, ist eine wunderschöne 80.000 Einwohner Stadt.                                                                                                                                                                                

Die Reise begann mit einer 15- stündigen Nachtbusfahrt von Stuttgart über Wien und die Hauptstadt Bratislava ins Landesinnere der Slowakei. Ziel der Exkursion war es, einen Einblick in das Berufsfeld Physiotherapie in anderen Teilen Europas zu bekommen. Physiotherapie ist in der Slowakei ein beliebter Studiengang, welcher zunächst mit dem Bachelor, dann mit dem Master abgeschlossen wird. Der Beruf hat somit, anders als in Deutschland, längst akademisches Niveau.

Durch die Besichtigung der städtischen Roosevelt- Klinik in Banska Bystrica und den beiden Rehakliniken in dem 20 km entfernten Kurort Kováčová, bekamen wir Schüler die Möglichkeit, unterschiedlichste Einsatzgebiete der Physiotherapie in der Slowakei kennenzulernen. Vor allem die Rehabilitationszentren MARINA und das NRC – National Rehabilitation Center in Kováčová beeindruckten uns sehr. Das MARINA Rehabilitationszentrum bietet sowohl Patienten im Kinder- und Jugendalter, als auch geriatrischen Patienten umfassende medizinische Betreuung.                                                                                                                      

Das NRC ist mit 200 Betten das einzige Rehabilitationszentrum der Slowakei für Traumata aller Art. Zur Klinik zählen unter anderem ein großer Ergotherapie- Bereich mit Töpferei, Schmiede, Weberei und Holzwerkstatt, ein Operationsbereich für kleinere chirurgische Eingriffe und die enorme Physiotherapieabteilung. Wir staunten nicht schlecht, als uns der ärztliche Direktor, MUDr. Jozef Hudec durch die zahlreichen Räumlichkeiten führte. Das Thermalbad mit elektrischer Rampe für Rollstuhlfahrer, die Elektrotherapie oder die neusten medizinischen Geräte wie z.B. der Lokomat für neurologische Patienten, waren nur eine der wenigen Highlights der Klinik. Das traditionelle Volleyball- Turnier mit den slowakischen Studenten in der eigenen Sporthalle der Rehaklinik rundete den ereignisreichen Tag ab.                         

                                                                                                                                                                                               Egal wo wir hinkamen, wir wurden mit herzlichster Gastfreundschaft empfangen. Die Studenten gaben sich trotz stressiger Prüfungsphase sehr viel Mühe, uns ihre Stadt und die Kultur nahe zu bringen. Bei einer deutschsprachigen Führung durch das „Museum des Nationalen Widerstands 1944“ in Banska Bystrica erfuhren wir interessante geschichtliche Hintergründe zur Situation in Deutschland und der  Slowakei im 1. und 2. Weltkrieg.

Die Abende ließen wir bei gutem einheimischen Essen und traditionellen Getränken, wie dem Wachholderbeerenschnaps Borovička ausklingen. Es war eine tolle Woche voller interessanter Erfahrungen und neuer Freundschaften und wir freuen uns schon, im September unsere slowakischen Kolleginnen und Kollegen in Tübingen willkommen zu heißen.

Juni 2016,  Stephanie Steurer, Kurs 58

 

 

 

 

 

Externer Unterricht Fuchsfarm 2015

Externer Unterricht 2015 auf der „Fuchsfarm“ in Onstmettingen

Vom 3. Mai bis zum 8. Mai 2015 waren wir, der Kurs 58 der PT-Akademie Tübingen, in dem Selbstversorgerhaus „ Fuchsfarm“ in Albstadt-Onstmettingen. Diese Zeit des „externen Unterrichts„ wurde von unseren Lehrkräften Frau Kölle und Frau Müller vorbereitet und begleitet. 

In  dieser Woche sollten wir Schülerinnen und Schüler auf die beginnende fachpraktische Ausbildung und die Arbeit an den Patienten vorbereitet werden. Die Unterrichtsziele bestanden darin, unsere Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit auszubauen sowie unsere Problemlösefähigkeiten und unsere Teamfähigkeit zu schulen. Ein weiteres Ziel war es, dass wir uns in der Woche gemeinsam viel bewegen, uns noch besser kennen lernen und gemeinsam Spaß haben.

In den sechs Tagen auf der „Fuchsfarm“ haben  wir dann so Einiges erlebt.

Nachdem wir am Sonntagnachmittag in das Haus eingezogen sind und die Matratzenlager belegt haben, ging schon die erste Kochgruppe ans Werk und bereitete ausgerüstet mit Kochschürzen, -hosen und –mützen ein leckeres Abendessen für alle zu.

Bei der ersten Unterrichtseinheit am Abend konnten wir dann bei einem „Speed Dating“ unsere Erwartungen und Befürchtungen zu der Woche vorstellen und durch den Austausch von persönlichen Dingen schon ein Stück besser kennen lernen.  

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es am Montagmorgen bewegt zu. Wir hatten eine Yogaeinheit, die von einer  Mitschülerin vorbereitet und  gehalten wurde und wir lernten von unseren Lehrkräften verschiedene Arten des  Nordic-Walking auf einer Strecke entlang am Albtrauf. Nach dem Unterricht gings dann ins Bad Kap, wo einige über sich hinaus wuchsen, als sie sich auf die Freefallrutsche und die Wildwasserrutsche wagten.

Der folgende Tag war geprägt von erlebnispädagogischen Projekten, in denen „Probleme“, gelöst werden mussten. Ob alleine oder im Team – wir fanden immer einen Lösungsweg für uns.

Bei dem Großgruppenspiel „Der große Preis“ am Abend, welches von einigen Mitschülern organisiert worden war, traten wir in kleinen Gruppen in den Kategorien Wissen, Zahlen, Physiotherapie, Action und Battle gegeneinander an und hatten richtig viel Spaß.

Im Rahmen eines Puzzleprojekts am Mittwoch konnten wir dann  beweisen, dass wir durch die gegenseitige Unterstützung mit Wissen und Können das Gesamtpuzzle bis zum letzten Stück lösen. Danach brachen wir  zu einer Wanderung über Stock und Stein, Feld, Wald, Wiese und Bäche in Richtung Burg Hohenzollern auf, wo einige Dank der Überredungskünste eines Mitschülers die Burgananlagen gehen zu einem günstigeren Eintrittspreis besichtigen konnten.

Am Donnerstag bekamen wir dann die Aufgabe in Kleingruppen, ein Kaffeekränzchen in ästhetischem Ambiente mit Programm zu planen. Dabei kamen Dekorationskünste, Akrobatik, Tanz und Gesang nicht zu kurz - es entstand sogar ein eigener FuFaHit. Bereichert haben uns zusätzlich die von Oma Otti gespendeten Torten.

Zum traditionellen Grillabend waren dann die Schülerinnen und Schüler der anderen Kurse sowie die Lehrkräfte der PT Akademie Tübingen eingeladen und es gab noch eine lange Nacht.

Bevor wir die Fuchsfarm am Freitag schweren Herzens verließen, veranstalteten wir noch eine gemeinsam Putzparty mit einem „glänzenden“ Ergebnis.

Zusammenfassend können wir sagen, dass es eine wirklich gelungene Woche war, in der wir viel Spaß hatten, viele neue Erfahrungen sammeln konnten und als Kurs noch ein Stück mehr zusammengewachsen sind.  

Mai 2015 / Kurs 58

Slowakei Studierenden Austausch 2014

„Mich hat das Nationale Rehabilitationszentrum NRC in Kovacova am meisten beeindruckt. Große Therapieräume, das Schwimmbad mit Thermalwasser und eine Ergotherapie mit zahlreichen Werkstätten“, fasst Amelie Gaiser ihre Eindrücke aus der Slowakei Exkursion im Juni 2014 zusammen. „Im Roosevelt Krankhaus in Banska Bystrica sieht es anders aus. Dort müssen Ärzte und Therapeuten auf weitere Renovierungen warten“ ergänzt Jana Zurkuhlen.

Beide waren mit neun Tübinger Studierenden und der Leitenden Lehrkraft Harry Belzl für eine Woche Gast in Banska Bystrica. Beeindruckt waren die Besucher von der Stadt und Landschaft, der Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Menschen aber auch von modernen Einrichtungen wie Elektroautos der Stadtpolizei oder WLAN in den Stadtbussen.     

Seit dem Jahr 2000 besuchen sich slowakische Studierende der Physiotherapie und der PT Akademie Tübingen gegenseitig. Aus einer zufälligen Begegnung mit einer slowakischen Lehrerin im Jahr 1999  entstand die Idee, jungen Menschen im 4. Semester ihrer Physiotherapie - Ausbildung diese fachlichen Exkursionen anzubieten. Partner der Tübinger PT Akademie ist die Medizinische Hochschule in Banska Bystrica, Slowakische Republik, mit ihrem Bachelor Studiengang Physiotherapie.

Neben den Aspekten Vergleich der Ausbildung, Austausch über Behandlungsmethoden, Arbeitswelt in Kliniken und ambulanten Einrichtungen geben die Besuche die Möglichkeit, Kultur, Bräuche und Leute in einem meist unbekannten Land  kennenzulernen.

Zweimal konnte diese Kooperation bei gemeinsamen Projekten Förderungen und Prämierungen durch die Robert Bosch Stiftung im Rahmen des Programms „Junge Wege Wege in Europa“ erreichen. Im Jahr 2008 wurde im Nationalen Kinderrehabilitationszentrum MARINA in Kovacova durch die angehenden Physiotherapeuten ein sensomotorischer Erlebnisraum geplant, organisiert und erstellt. Und wie wir in diesem Jahr erleben konnten, wird dieser SNOEZELEN Raum seither rege genutzt. 

In September war der neue slowakische Studiengangsleiter Physiotherapie, Herr Mgr. Dr. Daniel Gurin, mit sieben slowakischen Studierenden Gast unserer Klinik und der PT Akademie. Sie besuchten die klinischen Praktika in den Bereichen BG - liche Rehabilitation sowie Rehabilitation nach Querschnittlähmung.  Zudem erlebten Sie die klinische Ausbildung in der Kinderklinik und Neurologischen Klinik des Universitätsklinikums Tübingen.   

„Ich bin von den räumlichen, apparativen und personellen Bedingungen, insbesondere im BG – lichen Rehabilitationsbereich beeindruckt. Und die deutschen Studierenden besitzen bereits in der Ausbildung eine hohe Fachkompetenz“, stellte Herr Gurin abschließend fest.

 

Bei sonnigem Wetter trugen Stocherkahnfahrten, Führungen durch Tübingen, Besuche im Biergarten und gemeinsame Abende zur Vertiefung der Kontakte bei. Am letzten Abend  wurden die Termine für 2015 abgestimmt und auf die Fortsetzung der freundschaftlichen Begegnungen angestoßen.  Nasdravje!  

Examen 2014 - Ausbildung erfolgreich beendet

 

 

 

 

Im Oktober 2014 erhielten die erfolgreichen Schülerinnen und Schüler des Kurses 55 bei einer Feierstunde ihre Zeugnisse und Berufsurkunden.

Seit 1958 haben über 2000 Absolventen ihre Ausbildung in der Physiotherapie erfolgreich abgeschlossen. Heute gibt es immer wieder Kinder ehemaliger Schülerinnen und Schüler, die in der zweiten Generation das vielseitige Berufsfeld Physiotherapie in Tübingen erlernen. Mit dem Dualen Studienmodell „Bachelor of Science Physiotherapie“ haben diese auch die Option, am aktuellen Akademisierungsprozess in den Gesundheitsfachberufen partizipieren zu können.  

Im April 1958, ein Jahr nach der Eröffnung der BG Unfallklinik Tübingen, begann der erste Jahrgang seine Ausbildung an der angegliederten Krankengymnastik - Schule. Die damals zweijährige Ausbildung wurde 1994 reformiert. Seither dauert die schulische Ausbildung drei Jahre, der Abschluss wurde in staatlich anerkannte/r Physiotherapeutin / Physiotherapeut geändert. Seit dem Jahr 2009 führt die Schule die Bezeichnung „PT Akademie – staatlich anerkannte Schule für Physiotherapie“. 

Durch die seit der Schulgründung bestehende Kooperation mit dem Universitätsklinikum Tübingen wird der Unterricht in den Fächern Physiologie und Anatomie von Dozenten vermittelt, die auch in die Lehre von Medizinstudenten eingebunden sind. Ärzte und Physiotherapeutinnen kommen zum Unterricht aus dem Universitätsklinikum und den kooperierenden Kliniken Reutlingen und Paul Lechler Krankenhaus in die PT Akademie. Andrea Kölle, Stellvertretende Leitende Lehrkraft der PT Akademie, sieht in darin große Vorteile: „Der ärztliche und therapeutische Unterricht wird unter den Dozenten abgestimmt. Im klinischen Praktikum treffen die Schüler in den Kliniken und Einrichtungen auf die Dozenten, die sie vom Unterricht kennen. So kann ein guter Transfer der Ausbildungsinhalte in die Arbeit mit und am Patienten stattfinden.“

„Qualität in der Ausbildung ist der PT Akademie wichtig“ stellt Harry Belzl, Leitende Lehrkraft, fest. Die PT Akademie wird seit über 15 Jahren auch von Extern überprüft. Alle drei Jahre kontrollieren Auditoren der „Interessengemeinschaft zur Sicherung der Qualität der Physiotherapieausbildung – ISQ e.V.“ die Einhaltung der Qualitätskriterien. „Wir sind stolz darauf, dass wir bei dem Audit im Jahr 2010 als erste Schule bundesweit die maximale Punktzahl erreicht haben“ merkt er weiter an.           

Seit 2010 bietet die PT Akademie in Kooperation mit der medizinischen Fakultät der Universität Tübingen und der Fakultät ESB der Hochschule Reutlingen das innovative Modell „Bachelor of Science Physiotherapie“ an. Im Herbst 2013 erhielten die ersten 24 Studierenden ihre Bachelorurkunde, im Dezember 2014 schließen weitere 16 Studierende ab. Auch die folgenden Semester sind gut belegt.

Dass die positive Erinnerung an die Ausbildung lange nachhält bewies der Kurs 4, der sich anlässlich des 40 jährigen Bestehen des Examens im Oktober 2014 in der PT Akademie wieder traf. Auch der diesjährige Examenskurs 55 empfiehlt großer Mehrheit die Ausbildung an der PT Akademie weiter.

 

 

Physiotherapy Fellowship MIOT Hospital Chennai - Indien

Physiotherapy Fellowship 2013

Indien – Ein Land außerhalb unserer Vorstellungskraft

Uns wurde gesagt, entweder man liebt Indien oder man hasst es. Nach vier Wochen in der Millionenmetropole Chennai, im Südosten Indiens, konnten wir uns einen eigenen Eindruck darüber verschaffen. Obwohl wir nur einen winzigen Teil dieses Landes erkunden konnten, können wir diese Auffassung nicht teilen. Wir haben sowohl positive als auch negative Erfahrungen gesammelt.

Der Grund unserer Reise war ein vierwöchiges Praktikum im Rahmen unserer Physiotherapieausbildung. Wir, Jennifer Benz und Katharina Franke,  sind zwei Schülerinnen der PT-Akademie an der BG-Unfallklinik in Tübingen, die mit dieser Auslandserfahrung ihr zweites Ausbildungsjahr vollenden.

Nach elf Stunden Flug erreichten wir Chennai am 8.9.13 gegen Mittag. Hitze, Lärm und viele Menschen waren das Erste was uns geboten wurde. Ein Fahrer wartete bereits darauf uns in einem klimatisierten Auto sicher und wohlbehalten zu unserer Unterkunft im MIOT Hospital zu bringen. Dort fiel uns sofort die indische Gastfreundlichkeit auf, nachdem wir innerhalb kurzer Zeit mehrmals gefragt wurden, ob wir etwas zu essen wollten. Gegen Mittag wurden wir von dem „Chief“, Professor Dr. Mohandas, höchstpersönlich angerufen und zu einem gemeinsamen Abend mit ihm und seiner Tochter und Enkelin eingeladen. Kurz darauf wurden wir erneut von einem Fahrer abgeholt und verbrachten den ersten Abend im Madras Club im Stadtzentrum. Das war ein herzlicher Start für unsere Zeit in Indien. Erst am nächsten Morgen entdeckten wir das gesamte Ausmaß des Klinikgeländes. Insgesamt vier Gebäude, eingeteilt in Medical Block, International Building, Main Building und das Retreat. Diese vier  Gebäude stellen den gesamten Stolz der Familie Mohandas dar. Das MIOT ist eine Klinik, die sehr viele Fachbereiche der Medizin abdeckt. Es werden sowohl Hüfttotalendoprothesen, als auch Herzoperationen an Kindern oder Lebertransplantationen durchgeführt.

Unseren ersten Einsatz hatten wir auf der Intensivstation des International Buildings. Hier ließen sich bereits die ersten Unterschiede zu Deutschland entdecken, da die Intensivstation einem riesigen Aufwachraum glich, in welchem sämtliche Patienten nach ihrer OP mindestens 24 Stunden untergebracht wurden. Die Intensivstation wird unterteilt in „Highly Critical“, „Joint Replacement“, „Spine and Arthroscopy“, „Liver and Kidneytransplantation“ und „Surgical ICU“. Für diese ca. 50 Betten sind ein bis zwei Physiotherapeuten eingeteilt, deren Hauptaufgabe es ist, die Patienten schnellstmöglich zu mobilisieren. Sowohl auf der Intensivstation, als auch die Tage darauf auf der Normalstation ist uns aufgefallen, dass die Patienten aus vielen verschiedenen Ländern kommen, um sich im MIOT operieren zu lassen. So trafen wir beispielsweise viele Patienten aus Afrika und aus den arabischen Ländern. Sehr beeindruckend war der geschickte Umgang des Personals mit den multikulturellen Patienten. Dieser Umgang beschränkte sich nicht bloß auf die Patienten, sondern betraf auch die Angehörigen, die üblicherweise mit im Patientenzimmer untergebracht sind. Im Gegensatz zu Deutschland werden hier die Angehörigen in die Therapie fest mit eingebunden. Deren Funktionen bestanden aus dolmetschen, über assistieren, bis hin zur Übernahme der physiotherapeutischen Aufgaben. Das Ziel, den Patienten schnellstmöglich zu mobilisieren, war auch auf Normalstation überdeutlich zu erkennen.

Ein weiteres Gebäude nennt sich Medical Block. In diesem werden Patienten untergebracht, die nicht so viel Geld für ihre medizinische Versorgung aufbringen können. Während unserer Praktikumszeit bekamen wir ein paar Mal mit wie Patienten und ihre Familien wertvolle Schmuckstücke verkauften, um sich im MIOT behandeln lassen zu können. Dort sahen wir Zimmer für zehn Patienten, wobei auf jeden Patienten jeweils noch ein Angehöriger kommt. Somit entspricht es einem 20-Personenzimmer.

Im Medical Block befindet sich ebenfalls eine große, jedoch nicht geräumige, Intensivstation und das  Dialysezentrum. Ein Raum in diesem Gebäude ist der Physiotherapie zugeteilt. Im diesem Zimmer findet die Rehabilitation für die ambulanten Patienten statt. Auch hier wird nach dem „Viel hilft viel“ – Prinzip behandelt. Hier wurde viel mit Elektrotherapie und Kompressionstherapie behandelt. Die Kompressionstherapie besteht aus einem Luftkissen welches dem Patienten am Bein angelegt wird und auf einen bestimmten Druckwert aufgepumpt wird. Diese dreißigminütige Einheit soll eine Prophylaxe für Schwellungen, Ödeme und Thrombose darstellen.

Außer uns und anderen internationalen Studenten konnten sich wohlhabende Patienten und Angehörige ein Zimmer oder eine Suite für ihren Aufenthalt im MIOT leisten. Auch hier waren auf jedem Stockwerk Krankenschwestern stationiert, die sich um das Wohlergehen der Gäste kümmerten. Um den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten steht den Leuten hier ein schickes Restaurant, eine Wechselstube, ein kleiner „Tante – Emma – Laden“ und ein Beautysalon zur Verfügung.

Im Hauptgebäude sind unter anderem die Pädiatrie und Kardiologie untergebracht. Außerdem befindet sich hier eine große Trauma Intensivstation in dem viele Patienten nach Verkehrsunfällen behandelt werden. Diese hohe Anzahl ist nicht verwunderlich, wenn man sich einmal mit dem Straßenverkehr einer indischen Großstadt auseinander gesetzt hat. Ein gewohnter Anblick waren mehr als zwei Personen gemeinsam auf einem Motorroller, sehr häufig ohne Helm. Das Passieren der Straße war für uns jedes Mal eine Herausforderung. Hilfen die Straße zu überqueren, wie zum Beispiel Fußgängerampeln und Zebrastreifen gibt es meistens nicht.

Einen Einblick in so viele verschiedene Fachbereiche in einem fremden Land zu bekommen ist eine wertvolle Erfahrung die wir nicht vergessen werden. Ebenso wurden uns sehr eindrückliche Wochenenden geboten. An unserem ersten freien Wochenende fuhren wir nach Mamallapuram, etwas südlich von Chennai gelegen. Dort kann man Tempelanlagen, die zum Weltkulturerbe zählen, besichtigen. Die Tempel oder auch Höhlen wurden von Steinmetzen gebildet für welche Mamallapuram seit Jahrhunderten bekannt ist. Den nächsten Tag nutzten wir um einige Sehenswürdigkeiten in Chennai zu besichtigen, von denen es jedoch nicht allzu viele gibt. Wir besuchten den Sri Kapaleeswarar Tempel und den Marina Beach, der zweitlängste Strand der Welt innerhalb einer Stadt. Außerdem gingen wir zum Fort St. George, zur San Thome Basilika und genossen den Ausblick vom St. Thomas Mountain über ganz Chennai.

An einem anderen Wochenende ging es für uns mit dem Flugzeug an die Westküste Indiens. Dort bieten die Backwaters einen wunderschönen Anblick, und auch Keralas Hauptstadt Kochi hatte viel zu bieten. Was für uns ein schöner Wochenendtrip war, wäre für einen Angestellten im MIOT viereinhalb Monatsgehälter.

Mit Zug, Bus und Rikscha ging es an unserem letztes Wochenende nach Pondicherry, einer ehemalig französischen Kolonie. Dieser Trip war auf typisch indische Weise, doch für uns etwas zu abenteuerlich. Vor allem hier war es auffällig, dass wildfremde Menschen auf uns zukamen und nach einem Foto mit uns fragten. Teilweise waren die Menschen einfach nur glücklich über ein Foto mit einem Europäer, andere stellten sich leider als sehr aufdringlich und indiskret heraus. Diese Gegensätzlichen Erfahrungen im Kontakt zu den Indern zog sich durch unsere gesamte Zeit in Indien hindurch.

Die meisten Inder begegneten uns jedoch freundlich, offen und hilfsbereit. Viele Male wurden kleine Diskussionen an Bushaltestellen gestartet um uns die bestmögliche Verbindung von A nach B aufzuzeigen. Die aufdringlichen Rikscha Fahrer und bohrenden Blicke auf der Straße werden wir allerdings nicht vermissen. Abschließend können wir nur berichten, dass Indien ein Land der Gegensätze ist. Ein Bruder einer Patientin erzählte uns, dass man in Indien sowohl unglaublich reich als auch ungeheuer arm werden kann. Am meisten beeindruckt hat uns daran, dass diese krassen Gegensätze teilweise direkt nebeneinander zu finden sind und auch uns Europäern die Armut von einem Großteil der indischen Bevölkerung immer wieder bewusst wurde.

Auch wenn wir für unsere physiotherapeutische Arbeit wenig Fachliches dazulernen konnten, so lernten wir viel über interkulturelle Kommunikation. Was wir ebenso mitnehmen können ist, dass Empathie in einem medizinischen Beruf eine große Rolle spielt, jedoch das Empathieempfinden von Kultur zu Kultur stark variieren kann.

Jennifer Benz & Katharina Franke, Kurs 55

 

07.06.2013

Externer Unterricht "Fuchsfarm 2013"

Der Kurs 56 der PT Akademie Tübingen war in Begleitung von Frau Müller und Frau Kölle von Sonntag 21.4.2013 bis zum Freitag 26.04.2013 auf der Fuchsfarm in Albstadt-Onstmettingen zum Externen Unterricht. Nach einer Haus-und Küchenführung räumten wir unsere Sachen ein, sodass wir uns für eine Woche in den 20-Betten-Schlafsälen wie zu Hause fühlen konnten.
Da es sich bei der Fuchsfarm um ein Selbstversorgerhaus handelt, wurden im Vorfeld Kochgruppen eingeteilt, die jeweils für die Zubereitung eines abendlichen 3-Gänge-Menüs und eines vitaminreichen Frühstücks am Folgetag zuständig waren. Jede Mahlzeit sollte 32 Menschen satt machen und wurde bezüglich der Schmackhaftigkeit und dem Ambiente von allen beurteilt. So  kam es zu einem richtigen, spaßigen Wettbewerb, bei dem letztendlich alle für ihre Mühe belohnt wurden.
Am ersten Abend wurde uns das Motto „KURS-GRUPPE-TEAM“vorgestellt und wir erfuhren, dass wir im Laufe der Woche in erlebnispädagogischen Projekten unsere Teamfähigkeit stärken werden.
Täglich wurde bei  vielen verschiedenen Aktivitäten und Aufgaben, die fast alle „Outdoor“ stattfanden unsere Kommunikation, Kooperation sowie unser Organisationsvermögen, Durchhaltevermögen und unsere Frustrationstoleranz herausgefordert. Auch unsere Sportlichkeit und Kreativität waren auf sehr abwechslungsreiche Weise gefragt: für jeden war etwas dabei!
So war am Montag unsere Organisationsfähigkeit bei einer interaktiven Wanderung zur Burg Hohenzollern gefragt, bei der verschiedene Kleingruppen im Vorfeld schon Kurzreferate zu geologischen, geschichtlichen und kulturlandschaftlichen Themen vorbereitet hatten, die dann an den jeweiligen Standorten der Besonderheiten vorgetragen wurden. Auch die geheimnisvolle Sage „der schwarzen Hand“ war mit dabei. Am Dienstag ging es nach der vormittäglichen Projekteinheit in den Kletterpark Waldheim nach Albstadt-Ebingen. Dort kam (fast) jeder an seine (Kraft) Grenzen und man musste sich immer wieder überwinden, sich auf die nächste Situation einzulassen. Tipps und Hilfestellungen untereinander waren gefragt und somit wurde auch hier an der Kommunikation und unserem Miteinander gearbeitet. Den Mittwochnachmittag konnten wir nach den erlebnispädagogischen Projekten im Erlebnis- und Wellness-Bad Badkap bzw. in der Sonne liegend verbringen. Der Donnerstag wurde fast ganztägig für die Vorbereitung auf das Abschlussfest am Abend genutzt. In Kleingruppen bereiteten wir die Dekoration, verschiedene Cocktails, kleine Häppchen, einen Tanz sowie einen Fufa-Rap vor. Am Abend kamen dann die eingeladenen Kurse 55 und 54 sowie die Lehrkräfte und Praktikumsanleiter, die angereist waren, in den Genuss aller Darbietungen und konnten der Preisverleihung “Kochgruppe des Jahres“ sowie der Verleihung der preise in Einzelkategorien beiwohnen..
Zwischen unseren Programmpunkten und abends hatten wir während der Woche immer wieder genügend Zeit zusammen zu sitzen und zu reden, diverse Spiele zu spielen, joggen zu gehen, Volleyball und Tischtennis zu spielen und auf der Slackline zu gehen. Kurz gesagt: Uns wurde nie langweilig und wir hatten dennoch genügend Zeit für eigene Aktivitäten und Bedürfnisse.
Jeder hatte seinen Spaß und kam auf seine Kosten. Wir hatten viel Zeit, uns gegenseitig noch besser kennen zu lernen. Die Woche ging sehr viel schneller vorbei als ursprünglich erwartet und wir alle hatten schöne Tage miteinander auf der Fuchsfarm. Niemand hätte diese Zeit versäumen wollen!
Für den Zusammenhalt und die Teamfähigkeit  des Kurses 56   hat diese Woche sicher einiges gebracht: gemeinsames Kochvergnügen inklusive diverser Spülgänge ebenso wie die Projekt und Ausflüge, die wir alle zusammen  gemacht haben. Eigentlich hat fast jede Aktivität der 5 Tage dazu geholfen, uns besser kennenzulernen, gemeinsam etwas zu unternehmen, aber auch jeden so individuell kennen zu lernen und zu akzeptieren wie er ist.

Euer Kurs 56

Externer Unterricht Fuchsfarm 2012

Sonntag, 06.05.2012 ... für die meisten Menschen ein Tag wie jeder andere. Für uns, die 30 Schüler des Kurses 55 der PT Akademie in Tübingen, der Anfang einer Schulwoche der etwas anderen Art. Für uns ging es an diesem Tag nämlich auf die Fuchsfarm in der Nähe von Albstadt - Onstmettingen zu einer Woche externen Unterricht.

Der Ausdruck "externer Unterricht" beinhaltete aber entgegen unserer Erwartungen keine typisch physiotherapeutischen Fächer wie Anatomie, Bewegungslehre oder Ganganalyse. Es stand vielmehr das Hervorbringen von in uns schlummernden sozialen Kompetenzen im Vordergrund. Diese waren schon bei der Organisation und Umsetzung der verschiedenen Kochgruppen gefragt.  Da die Fuchsfarm eine Selbstversorgerhütte ist, galt es im Vorfeld Gruppen zu bilden, die sich an einem Tag unseres Aufenthalts um Abendessen und am Folgetag um das Frühstück kümmern würden. Dazu musste geplant werden,  was die jeweilige Gruppe kochen wollte, welche Zutaten sie benötigte um 32 hungrige Menschen  (darunter auch einige Vegetarier) satt zu bekommen und außerdem musste das Ganze schließlich in der ungewohnten Großküche der Fufa in die Tat umgesetzt werden. Dies war unsere allererste Aufgabe, bei der vor allem Kommunikation und Teamfähigkeit gefragt waren, was jeden Tag auf's Neue hervorragend funktionierte -;)

Neben dieser versteckten Herausforderung hatten wir jeden Tag diverse kleinere und größere Projekte auf dem Stundenplan stehen. Diese fanden in der Regel mit der gesamten Gruppe oder in sorgfältig ausgewählten Kleingruppen statt, in denen von unseren Lehrerinnen Frau Kölle und Frau Müller sehr viel Wert darauf gelegt wurde, dass jede/r hin und wieder mit Mitschülerinnen / Mitschülern zusammenarbeitete, mit denen sie / er sonst nicht so viel zu tun hat.

Hauptinhalte dieser Gruppenprojekte waren vor allem Kommunikationsfähigkeit, Problemlösefähigkeit, Frustrationstoleranz , Ausdauer und Teamfähigkeit. Gleichzeitig wurden wir aber immer wieder sportlich gefordert oder durften unserer Kreativität freien Lauf lassen. Zusätzlich haben wir uns einen Nachmittag mit dem Thema "Feedback" beschäftigt, was uns zukünftig bei unserer Arbeit am Patienten definitiv weiterhelfen wird.

Doch trotz der ganzen lehrreichen Unterrichtseinheiten der etwas anderen Art kam der Spaß auf der Fuchsfarm nicht zu kurz. Einem Nachmittag verbrachten wir im nahegelegenen Spaß- und Wellness Badkap und tobten uns an einem anderen Tag im Kletterpark Waldheim aus. Wer trotz des doch recht straffen Programms immer noch nicht genug Action hatte, konnte sich in den Pausen bei Volleyball, Baseball oder Speedminton auspowern.

Wenn wir auf die sechs Tage , die wir auf der Fuchsfarm miteinander verbracht haben, zurückblicken, stellen wir schnell fest, dass jede / jeder einzelne von uns jede Menge Spaß hatte und dabei Einiges mitnehmen konnte. Wir kamen in Kontakt mit Mitschülern, mit denen wir vorher nicht so viel zu tun hatten, lernten unsere Lehrerinnen einmal von einer anderen Seite und unsere Freunde noch ein ganzes Stück besser kennen.

Zusammenfassend möchten wir sagen, das das "Projekt Fuchsfarm" und alles was wir dort erleben durften, unseren Kurszusammenhalt noch einmal deutlich verstärken konnte und das es wohl niemand aus dem Kurs bereut, ein Teil dieses Projektes gewesen zu sein.

Euer Kurs 55     

B.Sc. Physiotherapie - zwei Semester erfolgreich absolviert

(von links): Anja Metter, Dorothee Schwarz, Katharina Heffner, Johanna Merkle 

 

Im November 2010 begannen die Vorlesungen für den ersten Jahrgang des Dualen Modells "Bachelor of Science Physiotherapie". Bei diesem integrativen

Modell kooperieren die PT Akademien Ludwigshafen und Tübingen und der Schulträger - Verein für berufsgenossenschaftliche Heilbehandlung Heidelberg e.V. -  mit der medizinischen Fakultät der Universität Tübingen  und der Hochschule Reutlingen, Fakultät ESB Business School.

In einem Interview mit dem Schulleiter der PT Akademie Tübingen im Januar 2012 schildern vier Studierende ihre ersten Eindrücke.  

"Das medizinische Englisch konnte ich sofort bei Behandlungen ausländischer Patienten einsetzen. Auch bei meinem Auslandspraktikum im Sommer in Norwegen war es hilfreich", schildert Dorothee Schwarz. Die Professoren sind engagiert und motiviert, erlebt Johanna Merkle und ergänzt:"Sie haben die Vorlesungsinhalte immer in Verbindung mit dem Beruf Physiotherapie vermittelt, so dass ich stets einen beruflichen Kontext erkennen konnte".

Eine Herausforderung war für Alle das Erstellen der Hausarbeit im Modul Wissenschaftliches Arbeiten. "Es war eine gute Vorbereitung auf die Bachelorthesis, die Befragungen und die Auswertungen waren sehr interessant", stellt Katharina Heffner fest, "es war anstrengend, aber bei der Abgabe hatten wir ein gutes Gefühl".

Der zusätzliche Einsatz für das Studium sei gut leistbar, auch wenn einige Wochenenden mit Vorlesungen und Vorbereitungen belegt sind, war der grundsätzliche Tenor. "Durch die Vorbereitung von Präsentationen in Kleingruppen hat sich die Arbeit gut verteilen lassen, wir haben uns gegenseitig unterstützt und angeregt", war die Erfahrung von Anja Metter.

Die Vorlesungen werden unter anderem durch Rollenspiele ergänzt, die zum Beispiel interkulturelle Unterschiede in der Therapiesituation nachhaltig bewußt machten. Die Verbindung zur Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre konnte Dorothee Schwarz beim Juniorentreffen im November 2011 in Freiburg erleben: "Bei dem Workshop Praxisgründung wurden die Punkte angesprochen, über die wir im Studium schon informiert wurden".

Zusammenfassend hielten die vier Studierenden fest: Das Studium ist eine sinnvolle Erweiterung der Physiotherapieausbildung, die wegen der guten Abstimmung mit der Ausbildung, der Qualität der Dozenten und der Verbindung zur Physiotherapie trotz des erhöhten Einsatzes auch Spaß macht.

 

Slowakei Exkursion 2011

12 Schülerinnen und Schüler des Kurses 53 im zweiten Ausbildungsjahr besuchten vom 15. bis 22. Mai die Partnerschule in Banska Bystrica in der slowakischen Repuplik. Seit über zehn Jahren findet dieser jährliche Austausch unter Studierenden der Physiotherapie der slowakischen Hochschule für Physiotherapie und der PT Akademie Tübingen statt.

Mit Besuchen und Praktika in Akut- und Rehabilitationskliniken konnten wir Tübinger deren Behandlungskonzepte erfahren und die Studiumsinhalte beider Länder diskutieren. 

Gastfreundlich und offen wurden wir empfangen und betreut. Es boten sich viele Gelegenheiten, auch die schönen Städte und Landschaften der Mittelslowakei zu entdecken. Banska Bystrica, Zvolen und Kovacova mit seinen Thermalquellen haben wir genossen, die Burgruine Pusty Hrad erklommen und im Ministry Club hat Bob Sinclair für uns aufgelegt.

Wir freuen uns auf den Besuch der slowakischen Studenten im September in Tübingen!   

Fuchsfarm 2011

Vom 8.-13. Mai 2011 waren wir, der Kurs 54 der PT-Akademie Tübingen, mit den Lehrkräften Andrea Kölle und Petra Müller zum Externen Unterricht auf der "Fuchsfarm"- ein Selbstversorgerhaus des Schwäbischen Albvereins.Die 5 Tage standen unter dem Motto "Bewegen und Bewegt sein" und waren von einem abwechslungsreichen Programm geprägt.
In verschiedenen pädagogischen Kleinprojekten und im Hochseilgarten konnten wir viel Neues über uns lernen und stärkten den Teamgeist unseres Kurses. Einführungen in verschieden Arten des  Nordic-Walking, Aerobic und Yoga sorgten für viel körperliche Bewegung,ebenso wie unsere Freizeitaktivitäten mit einer Wanderung zur Burg Hohenzollern, einem Besuch im Bad Kap,Volleyball, Baseball und Basketball.

Täglich war eine Kochgruppe für die Zubereitung des Frühstücks und Abendessens zuständig, was immer für viel Spaß in der Küche und Spülküche und natürlich für volle Bäuche sorgte.
Zum traditionellen Grillfest am Donnerstagabend kamen viele Schülerinnen und Schüler aus den anderen Kursen und auch Ehemalige vorbei. Es war ein sehr gelungener Abschluss dieser ereignis-und erlebnisreichen, teamstärkenden Woche, für deren Organisation und lehrreiches Programm wir uns sehr herzlich bei Andrea Kölle und Petra Müller bedanken.

Euer Kurs 54

Physiotherapie im Wettkampf - Neues Erleben

GORE-TEX® Transalpine-Run 2009

Als Anfang September im bayrischen Oberstdorf der Startschuss für den "5.GORE-TEX Transalpine-Run“ fiel, stellten sich 500 Läufer aus über 25 Ländern der Herausforderung Alpencross. In Zweier-Teams legten die Teilnehmer in acht Tagen 230 Kilometer durch vier Länder und über 15.000 Höhenmeter zurück, bevor sie dann ihr Ziel, das italienische Latsch erreichten und das begehrte Finisher-Shirt überstreifen durften.

Bei diesem internationalen Event übernahmen wir, acht Schüler aus dem Kurs 52 der PT-Akademie Tübingen, die physiotherapeutische Betreuung der Läufer. Unter der Leitung von Carsten Stein massierten wir die erschöpften Läufer täglich von 13:00 Uhr bis ca. 20:00 Uhr. Die Tatsache, dass die Läufer z.B. aus Kanada, Japan, Chile. kamen, stellte uns nicht nur vor fachliche, sondern auch vor sprachliche Herausforderungen, die wir aber in kollektiver Zusammenarbeit mit viel Spaß, lösten.

Der tägliche Startschuss für das Rennen morgens um 8:00 Uhr war auch für uns das Zeichen zum Aufbruch. Durch die schönsten Landschaften fuhren wir mit unseren beiden Wohnmobilen in den nächsten Etappenort, wo wir unseren mobilen Arbeitsplatz aufbauten.

Nach acht Etappen feierten wir am letzten Abend  mit dem gesamten Team und den Läufern ausgelassen auf der Finisher-Party.

Für uns war es eine tolle Erfahrung, die uns nicht nur aus therapeutischer Sicht lange in Erinnerung bleiben wird.

Sarina, Corinna, Steffi, Patrick, Alexander, Larissa, Mareen und Anja
Kurs 52 der PT-Akademie

SNOEZELEN RAUM Kinderzentrum MARINA / SK

Slowakisch – deutsches Projekt 2008

Erwartungen

Im Vorfeld machten sich natürlich alle Gedanken über einander und über die Kultur, auf die wir treffen würden. Wir Deutschen erwarteten auf gastfreundliche, traditionsbewusste und offene Menschen zu treffen. Aber wir waren uns auch unsicher über die kulturellen Unterschiede, die uns erwarten würden und wie wir uns in dem fremden Land verhalten sollten.

Die slowakischen Studenten erwarteten von den Deutschen, dass wir eher distanziert sind und es schwierig werden würde mit uns Freundschaften zu schließen. Außerdem befürchteten sie, dass wir ihnen eventuell nicht vertrauen würden, da sie aus einem östlichen Land kommen.

Begegnung

Beim ersten Zusammentreffen hatten wir kleine Anlaufschwierigkeiten, was normal ist, wenn zwei fremde Gruppen aus unterschiedlichen Ländern aufeinandertreffen. Durch die gemeinsame Arbeit am Projekt legte sich dies jedoch sehr schnell, aber es fiel auf, dass es sprachliche Barrieren gibt. Diese lösten wir, indem wir uns mit Händen und Füßen, auf Deutsch und auf Englisch unterhielten und Slowaken mit besseren Deutschkenntnissen für die anderen als Dolmetscher dienten. Schon nach kurzer Zeit begannen wir uns gegenseitig wichtige Worte der anderen Sprache beizubringen. In den weiteren Begegnungen war die Sprache nur noch selten ein Hindernis.

Unsere Erwartungen über die offene und herzliche Art der Slowaken haben sich bestätigt und obwohl es Probleme und Meinungsverschiedenheiten bei der Ausführung des Projektes gab, haben wir diese immer gemeinsam gelöst.  Nicht nur die Stunden bei  der Arbeit, sondern auch unserer Freizeit haben wir fast immer gemeinsam verbracht. Wir haben zusammen gegessen, getrunken, unsere Abende mit Spielen und Unterhaltungen verbracht. Sowohl tagsüber wie auch nachts sind wir in den verschiedenen Städten unterwegs gewesen und haben uns gegenseitig die Kulturen näher gebracht. Außerdem haben wir durch Klinikbesichtigungen und praktische Erfahrungen im Klinikalltag die Unterschiede der Physiotherapieausbildung und des Gesundheitswesens kennengelernt. Auch sportliche Aktivitäten kamen nicht zu kurz. Neben Schwimmen, Frisbee- und Federballspielen sowie einem Volleyballturnier gab es auch einen Besuch im Hochseilgarten.

Am Ende eines sehr interessanten und schwierigen Projektes möchten wir die Erfahrungen und begonnenen Freundschaften nicht missen. Wir sind glücklich und stolz auf das Ergebnis des Projekts in der Slowakei und freuen uns über die Möglichkeit an so einem Projekt teilnehmen zu können.

Simone und Dana